NEWS Berlin bringt Christina Hering die extra Motivation






13.02.2017

Christina Hering geht ihre Karriere Schritt für Schritt. So hat sie es mit ihren gerade einmal 22 Jahren als jeweils zweimalige Deutsche Meisterin im Freien und in der Halle zur erfolgreichsten nationalen 800-Meter-Läuferin der vergangenen drei Jahre geschafft.

Ihre Aufmerksamkeit gilt den nächsten nahen Zielen, die EM 2018 in Berlin hat sie im Hinterkopf und zieht daraus vor allem eines: „Wenn man eine extra Motivation braucht, dann sind die Europameisterschaften schon jetzt gut dafür.“

Das könnte auch im letzten Herbst dazu beigetragen haben, dass sie nach dem Olympiasommer nicht in ein Motivationsloch gefallen ist. „Ich wusste nicht, wie motiviert ich nach den Olympischen Spielen bin. Aber nach einer langen Pause bin ich wieder richtig, richtig motiviert ins Training eingestiegen. Da habe ich natürlich schon das große Ziel mit 2018 im Kopf.“

Christina Hering peilt Hattrick an

Deshalb nutzt Christina Hering die aktuelle Hallensaison auch nur für sporadische Starts wie bei den internationalen Meetings in Düsseldorf und Karlsruhe. „Dass ich bei zwei Weltklasse-Meetings starten durfte, ist natürlich toll, auch wenn ich gehofft hatte, dass ich gerade in Karlsruhe noch ein bisschen mehr zeigen kann.“

Bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig (18./19. Februar) will die Athletin der LG Stadtwerke München ihr Meisterschaftstriple unter dem Dach perfekt machen: „Die Zeichen dafür stehen nicht so schlecht.“

Nach dem möglichen Hattrick ruft dann aber für die 22-Jährige, die auf den Spitznamen „Fischi“ hört und sich als tolpatschig, unkompliziert und ungeduldig beschreibt, bereits die Freiluftsaison: „Im Sommer zählt’s. Das große Ziel ist die WM in London.“

WM-Norm soll frühzeitig fallen

Vor zwei Jahren war sie bereits bei einer Weltmeisterschaft dabei und konnte aus Peking (China) so einiges an Erfahrung mitnehmen: „Das war eine wahnsinnig tolle Erfahrung, dass ich mich damals schon fürs Halbfinale qualifizieren konnte.“

Doch vor allem eines soll 2017 anders werden: „Vor zwei Jahren bin ich für die WM in Peking bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg gerade noch so auf den Zug aufgestiegen. Dieses Jahr möchte ich mich nicht erst bei den Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Natürlich wird das Ziel sein, möglichst schnell die Norm abzuhaken und mich dann bestmöglich auf das Turnier vorzubereiten.“

„Brünett, bildhübsch und verdammt schnell“

Christina Hering, Tochter des früheren Basketball-Spielers Thomas Hering, gehört zu den Leichtathletinnen, die auch abseits der Bahn Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit ihren 1,85 Metern ist sie eine auffällige Erscheinung. „Brünett, bildhübsch und auch noch verdammt schnell“, so skizzierte bild.de das attraktive Bild der Sportwissenschaftsstudentin treffend.

So verwundert es nicht, dass sie bei den Lauf-Zeitschriften für Foto-Shootings genauso gefragt ist wie als Interviewpartnerin für das ein oder andere Thema abseits der Leichtathletik. Anknüpfungspunkte dafür gibt es genug. So bezeichnet sie NBA-Star Dirk Nowitzki als ihr Vorbild und steht auch zu Ernährungsfragen Rede und Antwort.

Der Fokus liegt für die Sportsoldatin aber auf der Leichtathletik. Dabei geht es ihr vor allem darum, die eigene Leistungsgrenze auszuloten. Einmal ist sie die 800 Meter bereits unter zwei Minuten, der magischen Schallmauer auf dieser Strecke, gelaufen - an jenem 26. Juli 2015 in Nürnberg mit einer Zeit von 1:59,54 Minuten.

Christina Hering lief zweitbeste Zeit in Berlin

Das zweitschnellste Rennen (2:00,04 min) brachte sie im selben Jahr bei ISTAF in Berlin auf die bekannte blaue Bahn in der Hauptstadt. Damit hat Christina Hering auch eine ausgesprochen positive Verbindung zum Olympiastadion, dem Schauplatz der Leichtathletik-Europameisterschaft im nächsten Jahr.

Das gilt übrigens auch für Berlin an sich. „Ich bin meistens wegen dem Sport in Berlin, ich finde aber auch so, dass es eine tolle, interessante und abwechslungsreiche Stadt ist“, stellt Christina Hering fest.

Wer die Münchnerin bei der Europameisterschaft 2018 live erleben möchte, der kann sich schon jetzt die besten Tickets sichern. Los geht’s mit den Vorläufen über 800 Meter am 7. August, gefolgt vom Halbfinale am 8. August. Und wenn alles gut läuft, kann man Christina Hering auch am 10. August im Finale lautstark anfeuern.

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Über Christina Hering

Größte Erfolge:

  • Deutsche Meisterin 2014 und 2016
  • Deutsche Hallenmeisterin 2015 und 2016
  • Olympia-Teilnehmerin 2016
  • Halbfinalistin WM 2015 und EM 2016
  • Bronze U23-EM 2015 und U20-EM 2013

 

 

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