Der Masterplan von Richard Ringer: "Gold in Berlin" |
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News Der Masterplan von Richard Ringer: Gold in Berlin






04.04.2017

Richard Ringer hat Großes vor! Der Läufer des VfB LC Friedrichshafen lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass es für ihn 2018 bei der Leichtathletik Europameisterschaft in Berlin vor allem um eines geht: Um Gold!

Das sieht der Masterplan des 28-Jährigen schon seit ein paar Jahren vor. Ein Masterplan, der in eben dieses glänzende Meisterstück münden soll. Richard Ringer ist auf Kurs. Er weiß: „Es geht aufwärts. Es fehlt noch dieser letzte Schritt, dass ich mal ganz oben stehe.“

Und genau diesen Schritt möchte er bei der Europameisterschaft in Berlin gehen: „Dann will ich da sein und Gold holen. Das ist genau der Weg.“ Und eines ist erstaunlich: Das Thema Druck spielt bei ihm in dem Zusammenhang keine Rolle: „Von Druck sprechen wir gar nicht. Das ist eine Herausforderung.“

Wie sehr ihn das heimische Publikum beflügelt, konnte er bereits 2014 bei der Team-EM in Braunschweig erfahren. Auch damals überraschte er mit der Ansage, dass er sein 3.000 Meter-Rennen für sich entscheiden möchte. „Und ich habe gewonnen“, stellt er selbstbewusst fest. Dabei nimmt er sich auch den Langstreckenkollegen Arne Gabius zum Vorbild, der sagt: „Setz dir keine Grenzen.“

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Schon zweimal Bronze für Richard Ringer

Dass er um die Medaillen mitlaufen kann, hat Richard Ringer auf der europäischen Bühne schon zweimal bewiesen: Im letzten Jahr bei der EM in Amsterdam über 5.000 Meter und im März bei der Hallen-EM in Belgrad auf den 3.000 Metern. Jeweils Bronze sprang für den Betriebswirt dabei heraus. Und diese Medaillen machen Richard Ringer stolz, sie geben ihm Bestätigung und Selbstvertrauen – gerade für Berlin 2018.

Denn so weiß er genau, wie nah er schon dran war: „Ich hätte in Belgrad gewinnen können, ich hätte in Amsterdam gewinnen können. Es war immer knapp.“

In Belgrad zeigte sich zuletzt auch deutlich: Richard Ringer kann sich die ein oder andere Taktik zurechtlegen. Wenn es aber sein muss, dann ist er auch bereit sich nicht zu verstecken und die Führung an sich zu reißen, um das Rennen von vorne zu gestalten. „Wenn ich schon mal vorne bin, dann will ich die Führung auch nicht so leicht hergeben“, lautet dabei seine Parole. Aus diesem Holz muss man geschnitzt sein, will man Großes erreichen.

Keine Angst vor der eigenen Courage

Die Einstellung spiegelt obendrein das wider, was die DLV-Führung um den Leitenden Direktor Sport, Idriss Gonschinska, der DLV-Nationalmannschaft mit auf den Weg gibt, nämlich mutig und frech aufzutreten. Richard Ringer ist sich bewusst: „Wenn ich vorne war, kann mir niemand etwas vorwerfen. Wenn ich dann keine Medaille hole, dann hat es nicht daran gelegen, dass ich etwas verpennt habe.“

In den letzten Jahren trieb Richard Ringer seine internationale Karriere voran. 2013 streifte er bei der Cross-EM und bei der Team-EM zum ersten Mal im Erwachsenenbereich das Nationaltrikot über. „Damals bin ich Siebter bzw. Fünfter geworden. Das hätte niemand gedacht. Das war gut als Start.“

Inzwischen ist aus dem Blondschopf ein gestandener Läufer geworden, der sich gerade in Europa nicht zu verstecken braucht. Dieser Weg ging einher mit kontinuierlichen Verbesserungen seiner Bestleistung über 5.000 Meter von 2010 bis 2015 auf schließlich 13:10,94 Minuten. Auch das gibt Auftrieb für die Heim-EM in Berlin: „Das zeigt schon in die richtige Richtung, dass ich nächstes Jahr das Gold hole.“

Richard Ringer hat Olympia-Schlappe verarbeitet

Seine Berlin-Mission geht er inzwischen gestählt an. Im internationalen Kräftemessen hat er festgestellt: „Es ist immer sehr knapp, ob Du Fünfter, Vierter oder Dritter wirst. Das hatte man auch in Amsterdam gesehen.“ Dort kam es nach einem irren Finish zu einem denkwürdigen EM-Einlauf, bei dem die drei Erstplatzierten zeitgleich waren und dem Viertplatzierten auch nur eine Hundertstel zum Podest fehlte.

Einen Dämpfer musste Richard Ringer im letzten Jahr ausgerechnet danach bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) einstecken. Dazu beigetragen hatte auch, dass er nach der EM in Amsterdam „im Kopf leer gewesen“ sei.

Doch mit Platz 20 im Olympia-Vorlauf in einer indiskutablen Zeit hat Richard Ringer abgeschlossen: „Das war ein Absturz, aber das gehört dazu. Jeder hat mal ein Tief. Doch jetzt habe ich gezeigt: Nach einem halben Jahr ist der Richard wieder oben.“

Schnelle 10.000 Meter geplant

Und dort will er bleiben. Er probiert aber auch Neues aus. Sein Nahziel sind flotte 10.000 Meter. Die möchte er im Mai in Stanford (USA) auf die Bahn bringen. Dort läuft die internationale Szene Jahr für Jahr schnelle Zeiten. Die Vorbereitung darauf werde „härter als jeder Wettkampf“.

Dafür steigert der Schwabe die Umfänge und spult mehr Kilometer ab, um die WM-Norm von 27:45,00 Minuten ins Visier nehmen zu können. „Das ist kein leichter Stiefel“, sagt er zu dieser Vorgabe, „wenn man das schafft, dann gehört man zu den besten Deutschen, die es jemals gab.“

Richard Ringer würde damit weiter seinen Weg gehen, den er beharrlich, geduldig und zielstrebig zurückgelegt hat. „Mir wurde die Zeit gegeben“, sagt er, „dann kommt eben dabei etwas heraus.“ Mit einem Masterplan, der nichts Anderes zum Ziel hat als den goldenen Coup im Berliner Olympiastadion!

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Über Richard Ringer

  • geboren am 27. Februar 1989
  • Disziplin: 5.000 m
  • Bestzeit: 13:10,94 min
  • Verein: VfB LC Friedrichshafen
  • Trainer: Birgit und Eckhardt Sperlich

    
Größte Erfolge:

  • Bronze EM 2016
  • Bronze Hallen-EM 2017


Website: http://www.richardringer.de
Facebook: https://de-de.facebook.com/Richard-Ringer
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Ringer
 

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