Die größten Geheimnisse des Berliner Olympiastadions |
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News Die größten Geheimnisse des Berliner Olympiastadions






01.11.2017

Es ist das wohl bekannteste Stadion in Deutschland: das Berliner Olympiastadion – Schauplatz der Leichtathletik-EM Berlin 2018. Doch das heißt nicht, dass es nicht auch noch ein paar Geheimnisse birgt. Wussten Sie zum Beispiel,…

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… dass das Olympiastadion zwischen 1934 und 1936 in nur zweieinhalb Jahren erbaut wurde und bei seiner Eröffnung das größte Stadion der Welt war? Als architektonische Vorlage diente das Kolosseum in Rom. Heute ist das Olympiastadion immer noch Deutschlands größtes Sitzplatzstadion.

… dass das Stadion nicht nur Sportstätte und Konzertort ist, sondern dass dort jährlich auch 150 bis 200 Firmenevents stattfinden? Die Arena wird gerne gebucht: für Autopräsentationen, medizinische Kongresse oder Brillenmessen. „Eine Veranstaltung mit Blick ins Stadion ist schon etwas anderes als im Tagungsraum eines Hotels“, sagt Christoph Meyer von der Olympiastadion GmbH. Auch Weihnachtsfeiern finden dort statt – zum Beispiel im „Miele Cooking Club“, einem exklusiven Kochstudio im Bauch des Stadions. 

Eine Treppe ins Nirgendwo

… dass es im Stadion auch eine Kapelle gibt, deren Sakristei mit Blattgold verziert ist? Dort finden regelmäßig Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern statt. Der ökumenische Raum wird auch von den Sportlern gern genutzt: für einen stillen Moment vor dem Wettkampf.

… dass es insgesamt über 1000 Räume im Olympiastadion gibt? Die Schlüssel sind elektronisch – ob man in einen Raum hineindarf oder nicht, zeigt ein lachendes oder weinendes Smiley an.

… dass sich im Bereich des Marathontors unter den Tribünen eine unterirdische Aufwärmhalle befindet? Auf der 100-Meter-Laufbahn trainieren die Sportler des Berliner Leichtathletik-Verbandes und der nahegelegenen Poelchau-Sportschule.

… dass es im VIP-Foyer Süd eine Treppe ins Nirgendwo gibt? Sie führte früher einmal zu den Lagerräumen des Zeugwarts. Im Zuge des Umbaus des Stadions wurde sie eigentlich nicht mehr gebraucht, durfte aber aufgrund des Denkmalschutzes nicht abgerissen werden. Heute wird die Treppe bei Veranstaltungen gern als Kanzel für den DJ genutzt.

Was haben eine Teflonpfanne und das Dach des Olympiastadions gemeinsam?

… dass der derzeitige Rasen des Spielfelds aus der Nähe von Schwerin stammt? Wenn er ramponiert ist, kostet es 130.000 Euro, ihn auszutauschen. Das ist aber zum Glück nicht allzu oft fällig: Wegen des offenen Dachs und der im Bereich des Marathontors nicht ganz geschlossenen Tribüne ist der Rasen weniger anfällig als in anderen Stadien.

… dass sich der Greenkeeper außer um den Rasen unter anderem auch um die markante Podbielski-Eiche kümmert? Der Baum hinter den Kassenhäuschen am Osttor ist etwa 200 Jahre alt und als geschütztes Naturdenkmal klassifiziert. Seine Lebenserwartung beträgt noch rund 50 Jahre.

… dass das Dach des Olympiastadions wie eine Teflonpfanne beschichtet ist? Schmutz perlt dadurch weitgehend ab, so dass das Dach nur alle fünf Jahre gereinigt werden muss.

… dass zwischen dem Olympia-Schwimmstadion und dem Maifeld noch Überreste des Deutschen Stadions zu erkennen sind? Dieses Stadion, in dem eigentlich die Olympischen Spiele von 1916 stattfinden sollten (die dann aber wegen des Ersten Weltkriegs ausfielen), befand sich dort, wo sich heute das Olympiastadion befindet; es enthielt parallel zum Fußballfeld auch ein 100 Meter langes Schwimmbecken. Die Säulenreihe, die man heute noch sehen kann, bildete einst den Eingang zu den Umkleidekabinen auf der Westseite der Schwimmbahn.

Diskussionen um die blaue Bahn

… dass der benachbarte Olympiapark bis 1994 militärisches Sperrgebiet war? Das Gelände diente bis zum Abzug der Alliierten aus Berlin als Hauptquartier der britischen Streitkräfte. Lediglich das Olympiastadion und das Olympia-Schwimmstadion waren öffentlich zugänglich.

… dass, egal wie gut sie sich anstellen, die Leistungen der Athleten bei den Europameisterschaften Berlin 2018 unterirdisch sein werden? Die Laufbahn befindet sich nämlich rund 15 Meter unter dem Erdniveau.

… dass im Stadion keine Tartanbahn liegt, sondern eine Kunststoffbahn? Sie besteht hauptsächlich aus polyurethangebundenem und eigens dafür hergestellten gefärbtem Granulat und entspricht (mit der Klassifizierung Regupol Compact Klasse I, Typ A) sämtlichen internationalen Standards des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF.

… dass im Zuge des Umbaus des Olympiastadions in den Jahren 2000 bis 2004 ernsthaft darüber diskutiert wurde, ob Wasservögel durch die blaue Bahn irritiert werden könnten? Die Befürchtung war, dass sie sich zu Tode stürzen könnten, weil sie die Bahn für ein Gewässer halten – das ist allerdings nie passiert. Sportpsychologen gaben zudem zu bedenken, dass die blaue Farbe zu wenig aggressiv sei und Rekorde deshalb so gut wie ausgeschlossen. Auch sie wurden eines Besseren belehrt: Jamaikas Supersprinter Usain Bolt lief bei der Leichtathletik-WM 2009 bekanntlich gleich zwei Mal Weltrekord.

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