Lückenkemper & Co. als neue Hoffnungsträger |
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News Lückenkemper & Co. als neue Hoffnungsträger






14.08.2017

Jung, talentiert, super ehrgeizig - in der deutschen Leichtathletik drängt eine neue Generation in den Mittelpunkt. Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter (24) schaffte in London auf der ganz großen Bühne endgültig den Durchbruch, und gerade erst dem Teenie-Alter entwachsene Athleten wie Sprinterin Gina Lückenkemper (20) oder Lauf-Hoffnung Konstanze Klosterhalfen (20) scharren mit den Hufen.

„Wir haben die Talente, neue Gesichter drängen nach vorne", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop dem Sport Informations Dienst (SID): „Die Leichtathletik hat Potenzial, das gibt Anlass zu Optimismus für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.“ Zumal die anderen deutschen Medaillengewinner von London ebenso wie Vetter auch fast alle erst Mitte 20 sind. Siebenkämpferin Carolin Schäfer (25/Silber), Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz (25) und Zehnkämpfer Kai Kazmirek (26/beide Bronze) haben ihren Leistungshöhepunkt wohl noch vor sich. Mehrkämpfer Rico Freimuth (29/Silber) gilt in dieser Riege schon fast als Routinier.

Aber auch in der zweiten Reihe machten junge Athleten in diesem Jahr stark auf sich aufmerksam, Hoffnungsträger für die nächsten Jahre - und natürlich ganz besonders für die Heim-EM 2018 in Berlin - gibt es genügend. Lückenkemper knackte in London erstmals die Schallmauer von elf Sekunden, Klosterhalfen schaffte es zwar nicht ins Finale über 1500 m, beeindruckte aber mit einem couragierten Auftritt - genau wie Alina Reh (20/5000 m).

„Das sind alles völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, aber sie eint der unbedingte Wille zum Erfolg", sagte Prokop: „Für die Heim-EM in Berlin sind wir ausgesprochen gut gerüstet." Nur mit den Ergebnissen aus den Finals von London hätten die deutschen Athleten zwölf EM-Medaillen gewonnen. Dabei fielen in London ja auch einige Leistungsträger im Jahr nach den Olympischen Spielen in Rio aus. Mit Cindy Roleder (verletzt/Hürdensprint) oder Christina Schwanitz (Babypause/Kugel) dürfte weiterhin genau so zu rechnen sein wie mit den Diskuswerfern Christoph Harting und Daniel Jasinski, die in Rio Gold und Bronze holten, es aber nicht zur WM schafften.

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler ist auch erst 25 Jahre alt, in London verpasste er Bronze um nur sieben Zentimeter. Mateusz Przybylko (25) sprang als Fünfter so hoch wie der Dritte, leistete sich aber mehr Fehlversuche. Europameister Max Heß (21) verletzte sich beim Aufwärmen zur Dreisprung-Qualifikation, und Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause (25) wurde nach einem unverschuldeten Sturz aller Chancen auf eine weitere WM-Medaille beraubt.

„Es ist wichtig für die Leichtathletik, dass es frische Gesichter gibt", sagte Siebenkämpferin Schäfer über die neue Situation in der Nationalmannschaft. Dennoch seien die Erfahrenen unverzichtbar“, um Tipps zu geben. Die Mischung macht's.

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